Unsere Aufführungen

von 1980 bis 1989

Zwei programmierte Schlitzohren

März 1989 – Von Wolfgang Kynaß

Einem „modernen Bauern“ streikt der Stallcomputer. Um Handarbeit aus dem Wege zu gehen, lässt er ihn vom Dorftüftler reparieren. Dieser könnte nichts ausrichten, wenn ihm nicht der befreundete, technisch begabte Pfarrer helfen würde. Aber auch diesem unterlaufen Fehler, die dazu führen, dass sich der Computer in andere Systeme einschaltet. So erfahren sie Dinge, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Schlitzohrig benützen sie die Informationen, um bestechlichen Politikern ins Handwerk zu pfuschen. Außerdem geraten Heiratsmarkt und Bestellungen durcheinander.
Auch der Drang des Erfinders, unbedingt an einem Flugwettbewerb teilzunehmen, sorgt für Unruhe.
Aufgelöst wird dieses Durcheinander schließlich durch den Sohn des Tüftlers, der den Schlitzohren zeigt, dass er ihnen in nichts nachsteht.

Darsteller

Franz-Josef Lübbers
Christine Gertkämper
Franz-Josef Austenfeld
Franz-Josef Johannesmeier
Dieter Lubahn
Martin Schneider
Steffan Stallein
Maria Brandtönies
Heinz Borgmeier
Klaus Dirksmeier
Beate Lubahn
Barbara Dierkes

Regie: Martin Ramsel

Souffleuse: Barbara Löhner

Frisuren und Maske: Sigrid und Bernhard Hillemeier

Bühnentechnik: Martin Ramsel

Die verschenkte Hose

März 1987 – Von Karl Mertens

Als zweitgeborener Sohn auf dem Mühsalshof ist Peter Mühsal vor 30 Jahren nach Australien ausgewandert. Er hat es dort zu etwas gebracht und tritt als Junggeselle mit seinen Verwandten wieder in Verbindung. Auf dem Mühsalshof sitzt jetzt sein Neffe Franz, dessen jüngster Bruder Hein als Knecht auf dem Hof geblieben ist und sich mit Trine, der resoluten Magd, verlobt hat. Nach einer Testamentsklausel muss der Hofbesitzer Franz seinem Bruder Hein auf dem Hof zwei Zimmer überlassen und im Falle seiner Heirat die Hochzeit ausrichten. Hochmut und Verschwendungssucht haben den Hof abgewirtschaftet. Gertrud, die Schwägerin des Bauern, will Hein für sich gewinnen. Da kommt die Nachricht, dass Onkel Peter heimkehren wird. Sogleich hofft der Bauer, den Hof mit dem Gelde seines Onkels sanieren zu können.

Am Tage der Ankunft Peters herrscht Hochbetrieb auf dem Hof, um den Millionär gebührend zu empfangen. Gemeindevorsteher und Landrat sind eingetroffen; aber auch die alte Lehrerin Agathe, die Peter während der 30 Jahre die Treue hielt. Hein ist zum Bahnhof gefahren, um den Onkel abzuholen, trifft jedoch zu spät ein. Auf der Heimfahrt ohne den Onkel, nimmt er bis kurz vor dem Dorfe einen alten Landstreicher mit. – Auf dem Hof scheinen die Vorbereitungen zum feierlichen Empfang des Onkels umsonst. Aber da tritt der alte Landstreicher auf den Hof und gibt sich als der erwartete Onkel Peter zu erkennen. Darüber herrscht natürlich allgemeine Enttäuschung. Gemeindevorsteher und Landrat verlassen den Hof. Nur Hein, seine Trine und die alte Lehrerin heißen ihn herzlich willkommen. Peter kramt aus seinem Pappkarton eine alte geflickte Hose hervor und bietet sie dem Bauern als sein Geschenk, da es eine Glückshose sei. Der Bauer fühlt sich verhöhnt und schenkt die Hose seinem Bruder Hein, der dem Onkel verspricht, die Hose sogar an seinem Hochzeitstag zu tragen.

Das Leben auf dem Hof wird zusehends unerträglicher. Man sucht den Onkel zu schikanieren. Doch dieser antwortet mit ausgelassenen Streichen, bis dann der Bauer eines Tages seinen Onkel vom Hof weist. Mit dem Onkel ist aber auch die alte Lehrerin verschwunden. Vor Heins Hochzeitstag hat ein Unbekannter für diesen Tag 1000 Mark gestiftet und Einladungen zu einer Doppelhochzeit auch an den Landrat und den Gemeindevorsteher geschickt. Der Hof wimmelt von Gästen, die keine Lösung des Rätsels finden. Hein und seine Trine werden unter Musik und Blumen empfangen, dann ertönt nochmals Musik und es erscheinen Onkel Peter – diesmal als vollendeter Weltmann – und Agathe als zweites Brautpaar. Dass Onkel Peter nur den Landstreicher spielte, geschah, um seine Verwandten zu prüfen. Hein hat die Prüfung bestanden, denn unter einem Flicken der geschenkten Hose findet sich ein Scheck von 200.000 Mark.

Darsteller

Dieter Luhbahn
Gertrud Ewers
Maria Brandtönies
Franz-Josef Lübbers
Christine Gertkämper
Heinz Borgmeier
Klaus Dirksmeier
Barbara Dierkes
Franz-Josef Austenfeld

Regie: Martin Ramsel

Souffleuse: Beate Lubahn, Reinhard Walkenfort

Frisuren und Maske: Sigrid und Bernhard Hillemeier

Bühnentechnik: Martin Ramsel

Die vergnügte Tankstelle

Februar 1986 – Von Fritz Wempner

Gerd Jensen, ein junger Tankstellenbesitzer, ist in Geldschwierigkeiten. Neben galoppierenden Benzinpreisen trifft ihn plötzlich neues Ungemach: Die geplante Umgehungsstraße, die das Dorf vom Verkehr entlasten soll, führt an seiner Tankstelle weit vorbei; seine Existenz ist bedroht. Was liegt da näher, als sich nach anderen Einnahmequellen umzusehen? Motorradrennen fährt Gerd schon länger, jetzt will er auf der Sandbahn die Einkünfte aufbessern. Doch seinBeifahrer Willem Bock hat zuviel Fett angesetzt. Das Mädchen Dolly Hansen, gleichermaßen vom Rennsport und vom Geld eingenommen, will es als »Schmiermaxe« versuchen, um als Leichtgewicht dem Angebeteten zu Ruhm und Geld zu verhelfen. Gerd aber mag nun einmal keine weiblichen Beifahrer. Dolly weiß sich jedoch zu helfen.

Darsteller

Franz-Josef Lübbers
Franz-Josef Johannesmeier
Christine Gertkämper
Maria Brandtönies
Annette Lübbers
Franz-Josef Austenfeld
Klaus Dirksmeier
Reinhard Walkenfort
Dieter Lubahn
Barbara Dierkes
Heinz Borgmeier

Regie: Martin Ramsel

Souffleuse: Beate Lubahn, Gertrud Ewers

Frisuren und Maske: Bernhard Hillemeier

Bühnentechnik: Martin Ramsel

Bühnenbild: Jana und Elke Ebbesmeier

Der verkaufte Strohwitwer

Dezember 1984 – Von J. Nikolsky

Bei Frau Wimmerlings Schwester gibt es Nachwuchs. Deshalb reist Frau Wimmerling als Taufpatin für acht Tage zu ihrer Schwester, um sie zu unterstützen. Der Strohwitwer, Herr Wimmerling, wird über diese Zeit von seiner temperamentvollen und unternehmungslustigen Schwiegermutter, die noch keinen Schwiegersohn im Stich gelassen hat, versorgt. Unteranderm soll sie auch den ererbten Schrank verkaufen. Dieser alte Schrank wird nun aufregender Mittelpunkt eines ganz peinlichen Geschehens. Und so fing es an: Herr Wimmerling hat versehentlich den Hund vergiftet und seiner Schwiegermutter, ebenso Versehentlich, den Kanarienvogel ertränkt. Zum Trost gönnen sich beide ein paar Gläschen Schnaps, dann überführt Herr Wimmerling den toten Hund in die Parfümfabrik. Am Rückweg fühlt er sich von der Polizei verfolgt und hat große Angst, wegen seiner Promille den Führerschein zu verlieren. In Höchster Aufregung stürzt er in das Zimmer, sucht die Schwiegermutter, findet sie nicht, bemerkt, dass vor dem Haus ein Auto stehen bleibt und zwei Männer bereits die Treppe hocheilen. In seinem Wahn, es sei die Polizei, kann er nicht mehr fliehen und versteckt sich in dem alten Schrank. Es ist aber nicht die Polizei, sondern zwei Möbeltransporteure und Herr Wimmerling landet in der Wohnung von Fräulein Geigenfuß. Herrn Wimmerling gelingt es nicht, aus der abgeschlossenen Wohnung zu entkommen. Am nächsten Morgen ermittelt bereits die Polizei, da die Schwiegermutter durch Herrn Riemula, ein Nachbar, Vermisstenanzeige erstattet hat. Herr Kommissar Rippe ist sehr schlau, denn er weiß sofort, dass es in diesem Haus nicht geistert, sondern das Verschwinden des Strohwitwers in Wirklichkeit eine geheime Liebesgeschichte ist. Und er liefert auch die Beweise, er erwischt Herrn Wimmerling im Tiefschlaf in Fräulein Geigenfuß´s warmen Rheumabett. Das kann selbst Frau Wimmerling, die unerwartet beim Höhepunkt dieses Skandals heimkommt, nicht glauben. Nach vielen Irrungen und Wirrungen stellt sich heraus, dass die Schwiegermutter den Strohwitwer für lumpige einhundert Mark im Schrank an Fräulein Geigenfuß verkauft hat.

Darsteller

Franz-Josef Lübbers
Maria Brandtönies
Annette Austenfeld
Christine Gertkämper
Dieter Lubahn
Reinhard Walkenfort
Heinz Borgmeier

Regie: Martin Ramsel

Souffleuse: Barbara Dierkes, Klaus Dirksmeier

Frisuren und Maske: Bernhard Hillemeier

Bühnentechnik: Martin Ramsel

Mit Küchenbenutzung

Dezember 1982 – Von Hans Kirchhoff

Untermieter sein oder haben, dieses Thema ist mit Virtuosität in dieser Posse verarbeitet. Da bleibt kein Auge trocken, wenn die Metzgersgattin Piening mit der Untermieterin Senkpiel aneinander gerät oder der cholerische Pferdeschlachter ausrastet. Ein Lachschlager erster Ordnung.

Darsteller

Franz-Josef Lübbers
Sigrid Welzel
Annette Austenfeld
Maria Brandtönies
Peter Bartetzko
Helmut Walkenfort
Christine Gertkämper
Bernhard Hillemeier
Ulrich Bolte

Regie: Martin Ramsel

Souffleuse: Margret Bolte, Rita Walkenfort

Frisuren und Maske: Bernhard Hillemeier

Bühnentechnik: Martin Ramsel

Herr Staatsanwalt geht angeln

Dezember 1981 – von Wifried Wroost

In dem Stück will ein unschuldig Verurteilter, der eine andere Person an seiner Stelle die Gefängnisstrafe verbüßen lässt, für zwei Monate unerkannt in einer stillen Pension verschwinden. Zufällig gerät auch der für seinen Fall zuständige Staatsanwalt in dieser Idylle seinen Angelurlaub zu machen. Die Verstrickungen erreichen unaufhaltsam ihren Höhepunkt.

Darsteller

Sigrid Welzel
Ulrich Bolte
Helmut Walkenfort
Annette Austenfeld
Franz-Josef Lübbers
Christine Gertkämper
Peter Bartetzko

Regie: Martin Ramsel

Souffleuse: Margret Bolte

Frisuren und Maske: Marion Bartetzko, Bernhard Hillemeier

Bühnentechnik: Martin Ramsel

Alles wegen Laura

Dezember 1980 – von Willi Webels und Carl Silber

Die Geschichte dreht sich um eine Ziege, die nur von einer Frau gemolken werden kann. Die Ziege heißt Laura. Besitzer ist der Eisenbahn-Schrankenwärter Gottlieb Senf. Frau Karoline Senf muss unbedingt in die Stadt; dieser Besuch ist aber die Ziege muss noch dringend gemolken werden. Frau Senf befiehlt ihrem Mann, die Ziege zu melken. Aber die Ziege will nicht.

Das Spiel der Melkerei ist hinter der Szene und wird auf der Bühne wortreich und lustig skizziert. Gottlieb wird ungemütlich, er muss und will die Laura melken. Da hilft nur eine List. Man kann die Laura vielleicht in Frauenkleidern gefügig machen. Also zieht Gottlieb Senf Frauenkleidung an. Das Publikum piept vor Lachen, wenn Gottlieb mit der Maskerade in den Stall kommt.

Alles scheint gut abzulaufen, da hat des Schicksals tückische Gewalt. Der Eilzug kommt. Gottlieb muss die Schranken schließen. Aber er darf doch nicht in den Frauenkleidern seine Dienst versehen! Der Eilzug wird dringend gemeldet und Gottlieb rast mit Signalhörnern, Signalfahne, Signalhut und Dienstmütze in der verrückten Aufmachung zum Dienst. Frau Knatschenbach, eine redselige Frau, sieht ihn, erkennt ihn nicht und erschrickt darüber, dass der Gottlieb Senf eine fremde Frau im Hause sein soll. Ein Einbruch hat der Eisenbahnspektor Donner die merkwürdige Frauenperson an der Schranke gesehen. Der Mann ist baff, er zieht die Notbremse; die verrückte Person will er kennen lernen. Noch ein Malheur passiert: der zukünftige Schwiegersohn kommt zuerst mal ins Haus, ehe Gottlieb noch da ist, aber er hört, wie Gottlieb hinter der Szene wütend ruft: „Ich bring’ sie um!“ Gemeint ist damit die Ziege Laura. Der Schwiegersohn rennt zur Polizei und meldet das Verbrechen. Die Polizei kommt, der Eisenbahnspektor kommt, die Knatschenbach bringt das ganze Dorf in Aufruhr. Der Teufel ist los, und nun beginnt die amtliche Untersuchung. Frau Senf ist vor Zorn gegen ihren Mann, weil sie irgendeine Liebschaft vermutet. Gottlieb will seine Zwangslage, die durch die Ziege gekommen ist, nicht offenbaren. Er befürchtet seine Dienstentlassung. Die Ziege Laura tritt auch noch als Corpus delicti zur Entlastung von Gottlieb in Erscheinung.

Darsteller

Ulrich Bolte
Christine Gertkämper
Maria Brandtönies
Franz-Josef Lübbers
Reinhard Walkenfort
Helmut Walkenfort
Sigrid Welzel
Brigitta Bökmann
Peter Bratetzko

Regie: Martin Ramsel

Souffleuse: Margret Bolte

Frisuren und Maske,
Bühnentechnik: Martin Ramse