Unsere Aufführungen

von 1990 bis 1999

Zwei Herren spielen Dame

November 1999 – Von Wilfried Reinehr

Die Wirtin vom Gasthof „Zum feurigen Stier“ lebt mit Ihrem Bruder Emil, einem Vertreter für Damenunterwäsche, unter einem Dach.
In ihrer Jugend hatten er und sein Freund Thaddäus ein leidenschaftliches Urlaubsabenteuer in Italien. Als jetzt die junge Italienerin Silvia im Lokal „Zum feurigen Stier“ auftaucht, bekommen es beide mit der Angst zu tun.

Um sich vor eventuellen Alimenten-Nachforderungen zu drücken und um von der ehemaligen Geliebten nicht erkannt zu werden, verkleiden sie sich als Damen. Die junge Italienerin will aber kein Geld, sondern im Gegenteil, sie möchte ihren leiblichen Vater an ihrem Reichtum teilhaben lassen…

Darsteller

Christine Gertkämper
Stefan Stallein
Katja Aulbur
Markus Grieger
Klaus Dirksmeier
Franz-Josef Austenfeld
Franz Lübbers
Iris Brunnert
Silvia Timmermeier

Regie:
Martin Ramsel

Der Meisterlügner

November 1998 – Von Hans Kirchhoff

Man muss nicht unbedingt an die See fahren, um sich zu erholen. Schickt man Frau und Töchter allein, hat man zu Hause Tür und Tor offen für seine höchst privaten Neigungen – etwa einmal nach Herzenslust tief ins Glas zu sehen. Ein einfach genialer Gedanke des geplagten Familienvaters, dem sich der Schwiegersohn nur zu gern anschließt. Einfach ist das natürlich nicht, so in allerletzter Sekunde von der Urlaubsfahrt abzuspringen, aber ein so köstlicher Gedanke rechtfertigt schon eine kleine Notlüge. Allerdings, wer einmal lügt, der muss meistens weiter lügen! So muss die Familie Keuchhusten bekommen, Direktor Horn Montagebefehl nach München geben, der angehende Schwiegersohn die Haushüterin spielen und auch falsche Telefonate und Telegramme lassen sich leider nicht vermeiden. Alles Kleinigkeiten, die ein routiniertes Familienoberhaupt spielend bewältigt. Schon ist man allein und entkorkt die erste Flasche – da nimmt das Schicksal seinen verhängnisvollen Lauf. Die Schwiegermutter steht in der Tür, die Pseudo-Haushüterin versagt, die Schlaftabletten werden vertauscht und – schon kaum mehr fassbar – der eingeladene Trinkkumpan entpuppt sich als verschollener Schwiegervater. Da muss man schon lügen können und der Herr des Hauses wächst förmlich – wenn auch in Todesängsten –über sich hinaus. Als aber Frau und Töchter unerwartet vom Bahnhof zurückkommen, ist wahrhaftig guter Rat teuer. Natürlich wird weiter gelogen! Und wie!!! Jetzt muss der Schwiegersohn in spe die Rolle wechseln und den Direktor Horn darstellen. Welch ein Unglück aber, dass ausgerechnet in diesem Augenblick Direktor Horn persönlich auftaucht! Kein Wunder – jetzt verliert unser Meisterlügner die Nerven und tatsächlich wäre es beinahe zur Familienkatastrophe gekommen. – Doch keine Angst, um Haaresbreite renkt sich alles so gerade im allerletzten Augenblick wieder ein. – Und auch um das Publikum brauchen Sie sich nicht zu sorgen: ernste Folgen auf das ununterbrochene „Tränen-Lachen“ sind uns nicht zur Ohren gekommen – ganz im Gegenteil!
Und übrigens, wer den einmaligen Lachschlager „Mit Küchenbenutzung“ des gleichen Autors miterlebte, war schließlich gewarnt, wie Hans Kirchhoff mit dem Zwerchfell seiner Zuschauer umzugehen pflegt.

Darsteller

Franz-Josef Lübbers
Barbara Löhner
Silvia Timmermeier
Katja Aulbur
Stefan Stallein
Franz-Josef Austenfeld
Christine Gertkämper
Heinz Thienenkamp
Dieter Lubahn

Regie:
Martin Ramsel

Quartett im Doppelbett

November 1997 – Von Wilfried Reinehr

Max Hansen, ein junger Schriftsteller, ist ständig in Geldnot, seit ihm der Bruder jegliche Unterstützung wegen seines angeblich unmoralischen Lebenswandels gestrichen hat. Dennoch verzichtet er nicht auf sein gewohntes Leben und versucht, sich mit Hilfe einer reichen Freundin durchzuschlagen. Das wiederum darf seine Geliebte, eine Stewardess, nicht erfahren. Aber nicht genug damit, er vergnügt sich auch noch mit einer weiteren Freundin, wobei natürlich keine der drei etwas von der anderen ahnt. Erst als alle gleichzeitig auftauchen, wird es brenzlig. In dieser Situation kommt ihm sein Freund Werner gelegen, der wegen eines Streits mit seiner Braut für einige Tage bei Max einziehen will. Für noch mehr Verwirrung sorgen die Putzfrau von Max und der Hausmeister, der mit ihr liiert ist. Beide können die wirren Verhältnisse nicht mehr durchschauen. Als sich schließlich Werners Braut auch noch bei Max einquartiert, sieht die gutmütige Putzfrau die vier als „Quartett im Doppelbett“. Der reichen Freundin wird um des lieben Geldes willen eine Komödie vorgespielt. Ständig gibt es neue Verwechslungen und pikante Situationen, die auf die Spitze getrieben werden, als die Mutter von Max mit seinem hochmoralischen Bruder auch noch aufkreuzen. Die verzwickte Lage löst sich zum Schluss dann ganz anders, als man es erwartet hätte.

Darsteller

Franz-Josef Austenfeld
Silvia Timmermeier
Katja Aulbur
Klaus Dirksmeier
Iris Brunnert
Gertrud Ewers
Barbara Löhner
Heinz Thienenkamp
Franz Lübbers
Hedwig Junkmann

Regie:
Martin Ramsel

Der Pantoffelheld

November 1996 – Von Wilfried Reinehr

Am Stallnerhof hat Erna die Bäurin das Sagen, was ihrem Ehemann Paul den Ruf eines Pantoffelhelden eingebracht hat. Erna bestimmt das Geschehen, auch für die Adoptivtochter Sabine hat sie bereits einen Ehemann ausgesucht, der aber so gar nicht Sabine’s Vorstellungen entspricht, zumal sie ihr Herz längst an ihren jungen Kollegen Peter verloren hat. Doch die Würfel scheinen gefallen zu sein, da Erna von Otto, Sabine’s schon etwas betagtem Freier, bereits 20.000 Euro angenommen hat und ihr Einverständnis nicht mehr zurücknehmen kann und will. In dieser verfahrenen Lage hat Lene, die tatkräftige Magd, den rettenden Einfall: Peter soll sich als Sabine’s Freundin einquartieren. Peter willigt nach anfänglichem Sträuben schließlich ein und verwandelt sich in ein attraktives Frauenzimmer. So attraktiv, dass selbst Nachbar Jakob Feuer fängt. Und nun kommt so einiges in Fluß. Jakob hat es satt, sich ebenso wie Paul von seiner Frau herumkommandieren zu lassen und will mit Sabine’s vermeintlicher Freundin durchbrennen. Sabine’s Freier entpuppt sich als ihr leiblicher Vater, der ihre Mutter damals sitzen ließ und – wer hätte das gedacht – Paul, der Pantoffelheld hat ein uneheliches Kind: Er ist der Vater von Peter, der bis dato glaubte, ein Waisenkind zu sein.
Ob sich die Wogen nach all den Turbulenzen wieder glätten und am Ende die Richtigen (wieder) zu einander finden?

Darsteller

Franz-Josef Johannesmeier
Silvia Timmermeier
Markus Grieger
Hedwig Junkmann
Franz-Josef Austenfeld
Maria Bandtönies
Dieter Lubahn
Iris Brunnert

Regie:
Martin Ramsel

Der Gesundheitsapostel

November 1995 – Von Wolfgang Kynaß

Ein wohlhabender Bauer lebt als eingebildeter Kranker nur für seine Krankheit und für seine Tabletten. Ein geschäftstüchtiger Arzneimittelvertreter macht mit ihm seine Geschäfte und vermittelt ihm schließlich einen Wunderheiler, dem es mit obskuren Methoden gelingt an das Geld des eingebildeten Kranken heranzukommen. Die Familienmitglieder ahnen Schlimmes, durchschauen den Schwindel und versuchen den Scharlatan los zu werden, was allerdings nicht so einfach ist. Dies gelingt erst, als entdeckt wird, dass es sich bei dem Wunderheiler um einen polizeilich gesuchten Betrüger handelt. Der „gesunde“ Kranke reagiert heftig und droht alle zu enterben. Nun wird versucht das Problem mit Hilfe eines Doppelgängers zu lösen.

Darsteller

Franz-Josef Lübbers
Barbara Löhner
Markus Grieger
Christian Tack
Gertrud Ewers
Klaus Dirksmeier
Franz-Josef Johannesmeier
Stefan Stallein
Iris Brunnert
Franz-Josef Austenfeld
Dieter Lubahn
Franz Lübbers
Maria Bandtönies

Regie:
Martin Ramsel

Heiße Nacht und kalte Dusche

März 1995 – Von Hans Gande

Der Kaufmann Hugo Bettermann hat zwei Töchter. Agathe wird von Bruno Feuerkopf umschwärmt, indem er waggonweise Waren bei Agathe kauft. Andrea ist mit ihrem Mann Julius auf Hochzeitsreise, kommt aber ganz plötzlich zurück, weil sie ihren Ehemann mit einer anderen Frau im Hotelbett erwischt hat. Ihr Ehemann ist aber zu diesem Halbseitensprung nur wegen Bettenmangels im Hotel gezwungen worden. Sodann schlief er im falschen Bett neben der falschen Braut ein.

Hugo, sein Schwager Jakob und der aufgrund dieses Vorfalls ebenfalls zurückgekehrte Ehemann beruhigen und trösten sich im Nachtlokal „Rote Katze“ anstatt zu Tante Klara zum Kartenspielen zu gehen. Am nächsten Morgen fehlen den Herren wichtige Papiere und Geldbeutel! Sogar die Polizei schaltet sich in den Fall ein! Bruno, der zukünftige Schwiegersohn, besuchte in der gleichen Nacht die „Rote Katze“ und hatte den Herren kräftig Alkohol spendiert. Deshalb fürchtet Hugo jetzt erkannt werden. Er schützt sich davor mit Perücke und Sonnenbrille, doch Bruno enttarnt den Schauspieler!

Dreist hält Bruno dann um die Hand von Agathe an, doch er bekommt sie vorerst nicht, weil die Gattin von Bruno nach 25jähriger Praxis das Ehetheater Hugos nicht mehr mitspielt. Doch Agathe und Bruno zwingen Hugo in die Knie, ebenso Andrea ihren Julius.

Die Frauen haben sich trotz aller Widerstände emanzipiert und das ist nach heißen Nächten für die Männer eine kalte Dusche!

Darsteller

Franz-Josef Johannesmeier
Barbara Löhner
Markus Grieger
Christine Gertkämper
Christian Tack
Stefan Stallein
Iris Brunnert

Regie:
Martin Ramsel

Kein Auskommen mit dem Einkommen

November 1993 – Von Fritz Wempner

Karl Niederl und seine Frau Erna haben ein Problem. Das Geld ist knapp und die Rente zu klein. Also beschließen sie, ein Zimmer zu vermieten. Karl hätte gerne ein weibliches Wesen als Untermieterin, seine Frau dagegen zieht einen jungen Mann vor. Durch Zufall vermietet jeder der beiden das Zimmer in Abwesenheit des anderen. Karl an die attraktive Lisa, seine Frau an den jungen Klaus. Nachdem die beiden Rentner sich darüber klar geworden sind, was passiert ist, beschließen sie nach dem ersten Schock, es dabei zu belassen. Doppelte Einnahmen sind eben nicht zu verachten. Theoretisch müsste es funktionieren, denn der Untermieter schläft am Tag und arbeitet nachts, und die Untermieterin hat einen entgegengesetzten Lebensrhythmus. Hauptsache, Lisa und Klaus begegnen sich nicht. Das muss allerdings gut organisiert werden. Die Doppelvermietung geht auch eine Weile gut, aber mit der Zeit tauchen die ersten Probleme auf. Peter hat sich das Zimmer nämlich genommen, weil sein Vater wieder heiraten möchte, und zwar eine Frau, von der Peter meint, dass sie und ihre Tochter es nur auf seine Erbschaft abgesehen haben. Doch auch Lisa hat einen Grund für die Zimmersuche: Ihre Mutter ist die Frau, die Peters Vater heiraten möchte und Lisa hat absolute keine Lust, ihrem künftigen Stiefbruder zu begegnen. Ein lustiges und spannendes Durcheinander entwickelt sich, als beide Elternteile getrennt voneinander ihre Kinder aufsuchen wollen. Doch damit nicht genug, Lisas Chefin taucht genau in dem Moment auf, in der Klaus und Lisa herausfinden, dass sie das Zimmer miteinander teilen. Lisa hatte bei ihrer Einstellung angegeben, dass sie verheiratet ist, weil die überaus eifersüchtige Chefin ihrem Mann nicht über den Weg traut. Um ihre Tarnung aufrecht zu erhalten, gibt Lisa Klaus als ihren Mann aus. Doch damit beginnen erst die Turbulenzen…

Tante Frieda

November 1992 – Von Fritz Wempner

Knut Jansen ist Bauer und gelernter Maschinenbauer. In seiner Freizeit entwickelt er ein neues Gerät, was ein großer Durchbruch in der Landwirtschaft zu werden verspricht. Seine Nachbarin, Emma Petersen, ist davon nicht begeistert. Sie drängt Knut zu einer Verlobung und verlangt, dass er sich ganz auf die Bewirtschaftung ihrer beider Höfe konzentriert. Unglücklicherweise weiß Emma um ein Geheimnis von Knut, das diesen in höchste Not bringen könnte. Knuts Tante Frida ist vor einiger Zeit verstorben, aber Knut hat weiterhin ihre Leibrente von ihrem Bruder einkassiert, um damit seine Erfindung bauen zu können. Als sich nun Ursula, die Tochter von Herrn Thomsen, der Bruder Tante Fridas, ankündigt, um ihre Tante kennen zu lernen, droht alles aufzufliegen. Dass Knecht Fiete sich als Tante Frida verkleidet, macht es nur noch schlimmer, denn er wird enttarnt. Knuts Erfindung wird durch Ursulas windigen Begleiter, Herrn Kaufmann, gestohlen und Emma Petersen verrät Knuts Geheimnis an Herrn Kaufmann, weil sie eifersüchtig ist auf die zarte Bande, die zwischen Knut und Ursula geknüpft wird.

Darsteller

Stefan Stallein
Barbara Austenfeld
Heinz Thienenkamp
Maria Brandtönies
Franz-Josef Lübbers
Klaus Dirksmeier
Gertrud Ewers
Dieter Lubahn
Franz-Josef Austenfeld
Barbara Löhner

Regie:
Martin Ramsel

Der Meisterboxer

November 1991 – Von Otto Schwartz und Carl Mathern

Der Marmeladenfabrikant Friedrich Breitenbach wird von seiner Frau Adelheid an der kurzen Leine gehalten und mit gesunder, kulinarisch karger Kost abgespeist. Um davor Reißaus nehmen zu können, erschafft sich Breitenbach kurzerhand ein Alter Ego: Um mit seinem Freund Wipperling auf Schweinebratentour zu gehen, erzählt er seiner Frau, er sei jetzt Boxer und nutzt dabei die Namensverwandtschaft zum Meisterboxer Breitenbach. Es kommt, wie es kommen muss: Der Schwindel droht aufzufliegen, als der echte Meisterboxer Breitenbach zu einem Kampf in die Stadt kommt. Die Frau des Marmeladenfabrikanten will ihrem Mann natürlich beim Boxen zusehen, und dessen Tochter Lotte macht eine Liebesbekanntschaft mit dem echten Meisterboxer. Als auch noch die feurige Tänzerin Coletta Corolani in den Komödienring steigt, ist die Verwirrung perfekt …

Darsteller

Dieter Lubahn
Maria Brandtönies
Franz-Josef Austenfeld
Stefaln Stallein
Heinz Thienenkamp
Gertrud Ewers
Barbara Löhner
Franz-Josef Lübbers
Klaus Dirksmeier
Beate Lubahn
Franz-Josef Johannesmeier

Regie:
Martin Ramsel